/wandkalender 2021

Kann es ein 2021 ohne unseren Kalender geben?

Wir sagen: Nein!
Ausserdem ist er ein cooles Weihnachtsgeschenk,
mit dem Ihr Geschmack & Humor beweisen könnt.

Ab sofort ist er erhältlich.

Der #matuschinski-Wandkalender 2021

Fotos von Dirk Hasskarl mit Texten von Marcus Maas.

55 Seiten, 21/21 cm, 500g, Ringbindung.
15,- EUR & Versand (DEU/EU € 5,00 EUR)

Bestellung unter: matuschinskipost@gmail.com
Bezahlung per Paypal oder Überweisung.
Versand nach Zahlungseingang.

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Bedeutungslos.
Wer hat die Zeit verdreht und die Uhren aufgesogen,
wer hat den Rost bestellt und den Strom nicht abbestellt.
Wer hat die Fenster leergeputzt und den Regen ins Haus gebeten.
Wer hat den Wind mietfrei einziehen lassen und den Hai ins Aquarium gesperrt.
Wer hat vergessen, den Müll mit ins Glashaus zu nehmen
und wer wirft den allerletzten Stein.
Wer wird die letzte Miete bezahlen
und wann holt uns die Schuldenbremse aus der Gosse.
Wann wächst endlich Gras über die Sache, mir steht es letztendlich bis hier.
Viele Stege führen über das Wasser und einer nur führt ins Himmelreich,  
die Eulen tragen sich selbst bis Athen.
Wer hat der Parabel die Ironie versprochen
und wann kommt das Licht der Lüge auf die Schliche.
Wer hat der Traumdeutung eine Grimasse verpasst
und warum ziehen alle Nachbarn so lange Gesichter.
Wer weiß schon, wie viel Abstand wirklich nötig ist,
warum schleicht sich die Schlange immer an mir vorbei
und warum fängt der Fisch vom Kopf her an zu stinken.
Wer hat den Segen schief auf das Haus gemalt, in der verbeulten Luft liegt ein Hauch von Wellblech.
Bitte denkt an die Maskenpflicht.

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Da dreht der Kreis am Rad,
während Du Deinen Burnout bekämpfst und alle Fünfe gerade sein lässt.
Dir ist es egal, ob gerade eine Inflation durchs Land galoppiert,
der Aktion Resignation folgt, oder es in der Diskussion über Prävention doch nur zur Installation von Diffusion reicht.
Weiter hinten führt man, ganz klar subkutan, eine Migration durch.
Ganz ohne Integration – die kommende Generation wird Information fordern.
Das legt die Attraktion in Ketten und von weitem sieht man schon Irritation aufkommen, die zu Transpiration führen wird.
Spekulationen belegen, dass eine Exklusion in der Gesellschaft eine Expansion von Konzentration nach sich zieht,
während man der Fluktuation folgt und diese sich in einer Halluzination verliert.
Gravitation hier, Legitimation da.
Wer hier nicht aufpasst, verliert sich schnell in Improvisation, gefolgt von Depression.
Das ganze verläuft dann wahrscheinlich auch noch osmotisch.
Zum Schluss beten wir zusammen für Inklusion, gepaart mit Assimilation und einem gefühlt schrecklichen Ende.
Denn in der septischen Klassifikation einer Separation finden wir den wahren Frieden.

/leserstimmen

„Dazu fällt mir absolut nichts ein.“
(Christoph)

„Matuschinski berührt mich, wo ich nicht so berührt werden möchte. Ich brauch‘ grad was Lustigeres! Aber tolle Fotos.“
(Jan)

„Hervorragende Texte.“
(Ewa)

„Schön und traurig.“
(Britta)

„Genialisches Projekt. Passt in keine Schublade. Große Klasse. Erste Liga.“
(Peter)

„Ich sach man so: Der Matuschinski ist Abendkleid, Jogginghose aber auch der Jeanstyp, ist Sturmfrisur und Seitenscheitel aber auch Zahnseide und Nagelfeile, Liegerad und Luftballon, ist Motorsäge und Klaviersaite, Lederhose und Stringtanga, ist Underberg und Rotwein, ist Achterbahn und Beerdigung, ist Zahn-OP und Rückenmassage, ist letztendlich Schmerz, Fluch und Segen zugleich.“
(Fred)

„Mittlerweile fühle ich mich provoziert und verarscht!“
(Ulrike über das Promoschinski-Video)

„Wunderschön!“
(Sanne)

„Bei den Schinskis wird an Qualität nicht gespart. Und obendrauf bekommt man noch gute Laune. Und das alles umsonst …“
(Jürgen)

„Starke Worte!“
(Matthias)

„Ich finde es einfach nur blöd!“
(Ursula)

„Definitiv der Butter LINDNER unter den Blogs!“
(Marco)

„O espanto surge na magia do detalhe que me abraça pelo poder da imagem e me leva num sonho, não planeado, pela força da palavra. ADORO. Trabalho excelente que me faz querer ver, ver, ver mais e mais, e me deixa curiosa: que virá a seguir?!“
(Laura)

„Schön, die vielen verschiedenen Stimmen zu hören. Was ich von den Texten halten soll, weiß ich nicht. Aber schlecht sind sie nicht.“
(Anke)

„Poetry Slam meets Modern Art. Erfrischende Abwechslung im Einheitsbrei sonstiger Blogs.
Chapeau messieurs!“
(Jens)

„Das ist großartige Poesie! Bitte 1.000.000 Aufrufe !!!!!“
(Susanne)

„Die Gedichte und Fotos können einen süchtig machen!“
(Elke)

“Also, der Matuschinski, das ist nicht so meins … zu schnodderig und oft so gewollt intellektuell … nee, nee!“
(Barbara)

„Großartig!“
(Arne)

„VERY COOL!“
(Paul)

„Correspondances! Jam session projetée sur l’écran, ping-pong improvisé entre l’oeil et le verbe … Matuschinski, tu dévores la vie à pleines dents!“
(Céline)

„Tolles Projekt!“
(Lutz)

„Gefällt mir gut!“
(Stefan)

„Ah— beautiful and cruel language! [ … ] what i totally like is your HYPERPERSONAL approach to the things, to photography, art if you will. [ …] In this era, pictures only mean nothing. They are with too much. Hurdles of them. They blind us. Stories, I want them. You give them.“
(Reyer)

„Ich find’s eigentlich ganz cool …“
(Anne)

„Außergewöhnliches Strickmuster [ … ] ein Feuerwerk von messerscharfen Fotos [ … ] mit prallem Humor eingerahmt in ebenso poetische Texte [ … ] weckt die Neugierde [ … ] Gelungenes Kunstprojekt. [ … ] Da haben sich 2 gefunden. Was bestimmt auch Verleger und Liebhaber findet. Weiterstricken!“
(Ulrike)

„Ich habe ein neues Lieblingsbild [ … ] das gefällt mir richtig gut. Aber der Rest kann sich auch sehen lassen. Sind immer schöne kleine Ausflüge, ob unterwegs, beim Frühstück oder Abends mit den Liebsten auf dem Sofa. Auch in der Bahn macht Ihre Seite eine gute Figur, am Strand … gar keine Frage.“
(Marcus)

Hinweis:

Alle obenstehenden Leserstimmen sind echt und haben uns auf verschiedenen Wegen genauso erreicht.

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Wir lesen jeden Kommentar und behalten uns Veröffentlichungen sowie Kürzungen vor.

Besonders euphorische oder vernichtende Kommentare werden bevorzugt behandelt.

0198

Schönheit.
Liebe.
Reue.
Bedingungslosigkeit.
Zorn.
Argwohn.
Frieden.
Verletzlichkeit.
Schwüre.
Beichte.
Sehnsüchte.
Wut.
Gedankenlosigkeit.
Stärke.
Neid.
Moral.
Niedertracht.
Rücksicht.
Vergebung.
Mißgunst.
Freude.
Endlichkeit.
Versprechungen.
Lüge.
Trauer.
Ratlosigkeit.
Unruhe.
Selbstaufgabe.
Eifersucht.
Glaube.
Ehrlichkeit.
Trägheit.
Vergänglichkeit.
Habgier.
Schwäche.
Völlerei.
Hochmut.
Wollust.
Nachhaltigkeit.
Verbrechen.
Der Horizont. Eine Schwester der Sehnsucht.

0197

Der traut sich was.
Denn wer nicht bei drei die Flinte vom Baum wirft, ist aufgeschmissen.
Der Tannenbaum ist völlig aus dem Häuschen und Du flippst aus,
im Winter schneit es Nadeln,
im Sommer liegt der Schnee zentimetertief.
Er ist ein Bruder des Regens,
Aufklärung ist hier Nebensache. 
Angenehm, aber Du könntest mir sehr gefallen,
bist ein Quell der Freude.
Das ganze Jahr und im nächsten – schauen wir mal.
Ergib Dich, Du bist umzingelt.
Von trostloser Neugier und dem Klimawandel.
Weihnachten ist noch so weit entfernt
und Du fliehst mit der Hitze in den Süden,
dort wo alle anderen Urlaub gemacht haben.
Früher.
Jetzt machen wir Urlaub von uns selbst,
umarmen Deine Rinde, dann und wann.
Au weh, mein kleiner Nadelbaum,
so will mich Dein Kleid noch etwas lehren,
grün ist die Hoffnung.
Mir wird übel, hätte ich nur auf Dich gehört.
Gib mich bitte nicht auf.
Wie werde ich nur schlau aus Dir, aus mir.
Dein verlorenes Kleid.
Es hätte mich lehren können.

/mediaservice

 

Matu & Schinski werben nicht besonders aktiv für sich.

Sie zwitschern ein bisschen (@schinskimatu)
aber ihre Reichweite endet wahrscheinlich – abstandsregelkonform – am Zaun ihrer Schrebergärten.
Die beiden wischen ihre Smartphones lieber in den Flugmodus,
gehen Klavier üben,
spalten Holz und Haare,
hören Andy Partridge
oder geniessen die himmlische Ruhe bei ausgedehnten Spaziergängen in den Funklöchern dieser Welt.

Deshalb ist – nüchtern betrachtet – die Wahrscheinlichkeit, unbekannt und
unerkannt zu bleiben, recht hoch.

Für den Fall, daß die Damen und Herren aus den Feuilletons und Verlagen trotzdem über unsere Rohdiamanten stolpern sollten (Ja! Entdecken Sie uns! Das sichert Ihnen dickes Lob Ihres Ressortleiters und uns eine Runde Ruhm am Revers … !), haben wir hier vorsorglich ein kleines Textbaustein-Archiv für Sie eingerichtet, aus dem Sie sich großzügig bedienen dürfen:

 

„Feinfühlige Poesie auf zwei Kanälen …“

(Vorarlberger Nachrichten)

——-

„Poetisches Auge trifft auf sprachliche Urgewalten …“

(FAZ)

——-

„Matus Worte schlagen mächtige Funken auf den Bildern von Schinski. Wir warten mit grosser Spannung auf das angekündigte Buch!“

(Berliner Zeitung)

——-

„Jonathan Safran Foer trinkt Mezcal mit Martin Parr [ … ] und der Horizont verdunkelt sich …“

(ZEIT-Magazin)

——-

„Netflix war gestern!“

(hubbabubb auf Facebook)

——-

„#süchtig. #matuschinski sind #salzundpfeffer auf dem #schaummeinertage …“

(sparklehorse69 auf Twitter)

——-

„Apokalyptische Schenkelklopfer“

(NZZ)

 

Hinweis:

Alle obenstehenden Rezensionen sind kompetent erstunken und erlogen, können aber durchaus Spuren von Wahrheit enthalten.

 

0196

Nachdem ich verschwenderisch den Abend verschüttete,
trieb mein Körper in einem Meer aus grüner Endlichkeit in eine wahrscheinliche Erkenntnis.
Als Assistent in einer abstinenten Abhängigkeit hoben sich die Gläser
und verschwörerisch steckten wir die Köpfe ineinander.
Theoretisch veralgen langsam die Sinne, denn wo gehobelt wird, da wird auch geweint.
Wenn dann die Gesichter der anderen im Absinth-Nebel verschwinden,
fische ich mir noch im weggehen die besten Momente aus der Stimmung,
entkomme dem Schwindel nicht und lüge mich durch ein Geflecht aus Wahrheit und Pflicht.
Beim Blick über die Schulter empfinde ich eine Zärtlichkeit,
die mich immer dann begleitet, wenn ein Abschied droht.
Verletzt wirkt ein letzter Gruss und die Hand wischt schnell ein Auge trocken,
als wäre es eine Träne der Freude.

Alle Texte © Matu
Alle Bilder & Videos © Schinski

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