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Matu & Schinski werben seit ihrer Geburt im September 2018 nicht besonders aktiv für sich und  ihre Reichweite endet wahrscheinlich am Zaun ihrer Schrebergärten.
Die beiden wischen ihre Smartphones lieber in den Flugmodus,
lassen auf ihren Djembes die Slaps knallen,
spalten Holz und Haare,
hören Andy Partridge
oder geniessen das Knacken der morschen Äste bei knusprigen Fahrradtouren in die Funklöcher Brandenburgs.

Deshalb ist – nüchtern betrachtet – die Wahrscheinlichkeit, unbekannt und
unerkannt zu bleiben, recht hoch.

Für den Fall, daß die Damen und Herren aus den Feuilletons und Verlagen trotzdem über unsere Rohdiamanten stolpern sollten (Ja! Entdecken Sie uns! Das sichert Ihnen dickes Lob Ihres Ressortleiters und uns eine Runde Ruhm am Revers … !), haben wir hier vorsorglich ein kleines Textbaustein-Archiv für Sie eingerichtet, aus dem Sie sich großzügig bedienen dürfen:

„Feinfühlige Poesie auf zwei Kanälen …“

(Vorarlberger Nachrichten)

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„Poetisches Auge trifft auf sprachliche Urgewalten …“

(FAZ)

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„Matus Worte schlagen mächtige Funken auf den Bildern von Schinski. Wir warten mit grosser Spannung auf das angekündigte Buch!“

(Berliner Zeitung)

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„Jonathan Safran Foer trinkt Mezcal mit Martin Parr [ … ] und der Horizont verdunkelt sich …“

(ZEIT-Magazin)

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„Netflix war gestern!“

(hubbabubb auf Facebook)

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„#süchtig. #matuschinski sind #salzundpfeffer auf dem #schaummeinertage …“

(sparklehorse69 auf Twitter)

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„Apokalyptische Schenkelklopfer“

(NZZ)

Hinweis:

Alle obenstehenden Rezensionen sind kompetent erstunken und erlogen, können aber durchaus Spuren von Wahrheit enthalten.

0257

Kurz vor Sonnenaufgang stehst Du schon knietief in Deinen Attitüden
und bedienst die Meinungsfreiheit derer, die keine Meinung mehr haben.
Dabei bist Du das Zünglein an der Wade
und trainierst weiterhin das Gleichgewicht zwischen dem Hier und dem Jetzt.
Am Siedepunkt Deiner Zurückhaltung schießt Dir eine Hexe in den Rücken
und vor lauter Träumen entkommt Dir jeder Schlaf
und am Ende entgleisen auch noch alle Züge.
Im besten Falle kommt ihr zu zweit.

Alle Texte © Matu
Alle Bilder & Videos © Schinski

Bei Interesse an Bild-, Text- oder Audionutzungen,
oder wenn Sie mit uns ausstellen möchten

senden Sie bitte eine Mail an smiling_monkey@gmx.de

Sämtliche Bilder, Texte Videos und Audios auf den matuschinski-Webseiten sind ausschliesslich zum Betrachten und Hören bestimmt. Keines der Bilder, Audio, Videos und keiner der Texte darf in welcher Form auch immer ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung der Urheber gespeichert, reproduziert oder in sonstiger Form genutzt werden.

Auf unsere Webseiten darf gelinkt werden.

matuschinski.com
vimeo.com/matuschinski

0256

Wenn ein Ei dem anderen gleicht
und man vor lauter Verlegenheit
gleich auch noch verlegen wird,
dann knöpft sich das Ohr ans Gespräch
und lauscht dem Gemurmel am Nachbartisch
während die Gesellschaft in adipöser Gleichgültigkeit
irgendeinem Algorithmus folgt.
Nach mir die Sinnflut.

0255

Wenn ich aus mir ausbrechen könnte,
den Platz verlassen der mich einengt.
Denn die Rhizome spielen verrückt,
ich wachse über mich hinaus.
Umgebe mich zu allem Überfluss mit üppiger Übertriebenheit
und bin dabei saftiger als jedes Grün.
Weide im knietiefen Jungle meiner Metamorphosen,
lebe die Photosynthese im Jetzt
und überschreite dabei jegliche Form des guten Geschmacks.
Im Hintergrund hält sich die Landschaft auf
und ist mir dabei ein guter Freund und Kupferstecher.
Ich überwinde als Aussenstehender alle Grenzen
und spüre dabei ein Reissen in den Knien.
Friede den Hütten und Krieg den Palästen.

/leserstimmen

„Sehr schön, ich mag diese Sinnakrobatik, wirkt luftig und befreiend zugleich.“
(Proteus)

„Um projeto muito interessante e diferente que anda num limbo difícil de contextualizar. Refrescante!!!“
(João)

„Den Kalender hab ich mir genau angesehen, sehe aber leider keine Möglichkeit das auszustellen. Die Fotografien für sich genommen überzeugen mich nicht, und Texte sind prinzipiell schwer ausstellbar.“
(André)

„Dazu fällt mir absolut nichts ein.“
(Christoph)

„Matuschinski berührt mich, wo ich nicht so berührt werden möchte. Ich brauch‘ grad was Lustigeres! Aber tolle Fotos.“
(Jan)

„Hervorragende Texte.“
(Ewa)

„Schön und traurig.“
(Britta)

„Genialisches Projekt. Passt in keine Schublade. Große Klasse. Erste Liga.“
(Peter)

„Mittlerweile fühle ich mich provoziert und verarscht!“
(Ulrike über das Promoschinski-Video)

„Wunderschön!“
(Sanne)

„Starke Worte!“
(Matthias)

„Ich finde es einfach nur blöd!“
(Ursula)

„O espanto surge na magia do detalhe que me abraça pelo poder da imagem e me leva num sonho, não planeado, pela força da palavra. ADORO. Trabalho excelente que me faz querer ver, ver, ver mais e mais, e me deixa curiosa: que virá a seguir?!“
(Laura)

„Schön, die vielen verschiedenen Stimmen zu hören. Was ich von den Texten halten soll, weiß ich nicht. Aber schlecht sind sie nicht.“
(Anke)

„Poetry Slam meets Modern Art. Erfrischende Abwechslung im Einheitsbrei sonstiger Blogs.
Chapeau messieurs!“
(Jens)

„Das ist großartige Poesie! Bitte 1.000.000 Aufrufe !!!!!“
(Susanne)

„Die Gedichte und Fotos können einen süchtig machen!“
(Elke)

“Also, der Matuschinski, das ist nicht so meins … zu schnodderig und oft so gewollt intellektuell … nee, nee!“
(Barbara)

„Großartig!“
(Arne)

„VERY COOL!“
(Paul)

„Correspondances! Jam session projetée sur l’écran, ping-pong improvisé entre l’oeil et le verbe … Matuschinski, tu dévores la vie à pleines dents!“
(Céline)

„Tolles Projekt!“
(Lutz)

„Gefällt mir gut!“
(Stefan)

„Ah— beautiful and cruel language! [ … ] what i totally like is your HYPERPERSONAL approach to the things, to photography, art if you will. [ …] In this era, pictures only mean nothing. They are with too much. Hurdles of them. They blind us. Stories, I want them. You give them.“
(Reyer)

„Ich find’s eigentlich ganz cool …“
(Anne)

„Außergewöhnliches Strickmuster [ … ] ein Feuerwerk von messerscharfen Fotos [ … ] mit prallem Humor eingerahmt in ebenso poetische Texte [ … ] weckt die Neugierde [ … ] Gelungenes Kunstprojekt. [ … ] Da haben sich 2 gefunden. Was bestimmt auch Verleger und Liebhaber findet. Weiterstricken!“
(Ulrike)

Hinweis:

Alle obenstehenden Leserstimmen sind echt und haben uns auf verschiedenen Wegen genauso erreicht.

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Wir lesen jeden Kommentar und behalten uns Veröffentlichungen sowie Kürzungen vor.

Besonders euphorische oder vernichtende Kommentare werden bevorzugt behandelt.

0254

Sollte mir die Diagonale wieder einen Strich durch meine Rechnungen machen,
erlaube ich mir eine kleine Auszeit
und bediene meine Bedürfnisse mit den Trinkgeldern aus fremden Taschen,
deren Besitzer keine Erinnerung mehr an den Ort ihres Verbleibs haben.
Bei allem Respekt.

0253

Das glaubst Du nicht.
Bevor sich Dein immer gleiches Grinsen im grünspanigen Morast verfängt
wie einst die Dornenkrone am jüngsten Tag
im Gewirr einer nächtlichen Verfolgungsjagd,
erzähle ich den anderen lieber die Räuberpistolen aus der Sicht eines Räubers.
Caramba Carracho.
Langstielig und atemlos gibt ein Wort das andere,
sehe ich etwa aus als könnte man mir vertrauen?
Ich bin wie mir der Schnabel gewachsen ist
und zur Weihnachtszeit gehe ich lieber in Deckung
oder fliege mit den Wolken davon.
Ich bette mich sanft auf edle Kissen,
lasse den lieben Gott einen guten Mann sein
und verkaufe meine Familie an den Weihnachtsmann.  
Ja lüg ich denn.

0252

Du liebst mich .
Du liebst mich nicht.
Ich liebe mich. Oft auch nicht.
Du liebst mich. Nicht.
Ich Dich dafür umso mehr.
Ich verachte mich.
Du beachtest mich nicht.
Ich liebe Dich.
Du liebst nur Dich.
Ich laufe Dir hinterher.
Und bin schon früher schlauer als später.
Oft ist es umgekehrt.
Du läufst mir davon.
Dafür liebe ich Dich. Nicht.
Du liebst mich. Dafür.
Dass ich mich aufgebe. 
Ich liebe Dich nicht mehr.
Du läufst Dir selbst davon.
Davor habe ich Angst.
Das ich auf der Flucht bin. Vor mir selbst.
Mich nicht mehr verstehe.
Am Feldrand wächst der Wegerich im Schatten meiner Schritte,
aus meinen Augen fallen die Jahreszeiten wie achtlos weggeworfene Blicke zu Boden.