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Das ist kreuzgefährlich hier.
Mit dem blossen Auge nur erkenne ich eine Bewegung.
Kaum wahrnehmbar.
Bedeutungslos in Anbetracht dessen, was möglich ist.
Offenporig geleite ich des Taues Tropfen entlang einer unsichtbaren Leiter,
überbringe ich der Schande das Maul,
damit dieses Kunde tut.
Auf ein Wort, doch still ruht ein See in Dir.
Hängt ihn dort in die Krone eines gerechten Winkels,
aber wie können wir Gerechtigkeit verlangen,
wenn die wahrhaftigen Stimmen wie enthauptete Gegner
an uns vorbei taumeln.
Sperrt die Ohren zu.
Vielleicht reisse ich mir später noch ein Bein aus
und verschenke es an einen blinden Geigenspieler,
der ungewaschen aber mit kundigem Daumen in der Gosse spielt
und meine Trauer aus mir heraus zerrt.
In diesem Sinne.

 

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In den Traditionen Deiner Wahrheiten moderierst Du
dir stilblütenhaft eine gewisse Ehrlichkeit an,
die sich sicherlich gut anfühlt.
Die sich sehen lassen kann.
Verschone uns mit vielleicht und wir schauen mal,
der gerade Weg ist der, den wir gehen wollen.
Stecke den Kopf ganz weit in das Bild
und kämme Deine spitzblättrigen Wahrheiten.
Bedanke Dich dafür beim Pförtner und dem nächsten Geldautomaten.
Er wird es danken.
Nimm den Verkäufer in der Kurzwarenabteilung lange in den Arm,
tanze mit der Frau vom Chef durch die Fahrstühle
und bezahle Deine Schulden immer in bar.
Trage mal wieder bunte Socken
und umarme hier und dort einen Baum.
Solltest Du eine Reise planen, nimm das Fahrrad
und schwimme in Richtung Mond.
Giesse mit Sachverstand Deine Beziehungen,
auch Pflanzen brauchen Liebe.
Sprich mit den Hühnern
und streichele dem Argwohn seine Gewohnheiten aus.
Letztendlich ist der Tag an dem Du weisst, warum, der entscheidende.
Schön wäre es, wenn Du ihn entdeckst, irgendwann.
Der andere Tag ist der Deiner Geburt .

 

Alle Texte © Matu
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0155

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Ich bin der Prinz des guten Geschmacks,
der König des schönen Charakters,
der Herrscher des angenehmen Duftes,
ich bin die Parfümerie Eurer Instinkte.
Ich bin gnadenlos ehrlich und Euch nah,
nehmt den Strom aus meiner Nase und ich belebe die Sinne.
Bis es kribbelt, auf Eurer Haut und darunter.
Ich bin ein Wanderer aus einer anderen Zeit,
ein Bettler in der Gnade Eurer Blicke
und ein Lebemann, der um sein Leben bettelt.
Ich bin der Pharao in der Pyramide Eures Lebens,
der Sklave Eurer Umstände.
Ich bin ein Clown, der Euch zu unterhalten versteht
und ein Freund, der die Dinge sieht, die Ihr nicht mehr sehen wollt.
Ich bin angenehm im Unterhalt
und ein guter Gesprächspartner in jeder Unterhaltung.
Ich bin der, der noch Danke sagen kann.
Euch die Türen öffnet, dort wo keine sind.
Ich bin der, der zuhört wenn Euch niemand mehr ein Ohr leiht
und ich bin der, der verspielt mit Eurer Gunst spielt.
Ich bin der, der hofft, dass heute Schmalhans Küchenmeister ist.

 

/leserstimmen

 

„Hervorragende Texte.“
(Ewa)

„Schön und traurig.“
(Britta)

„Genialisches Projekt. Passt in keine Schublade. Große Klasse. Erste Liga.“
(Peter)

„Ich sach man so: Der Matuschinski ist Abendkleid, Jogginghose aber auch der Jeanstyp, ist Sturmfrisur und Seitenscheitel aber auch Zahnseide und Nagelfeile, Liegerad und Luftballon, ist Motorsäge und Klaviersaite, Lederhose und Stringtanga, ist Underberg und Rotwein, ist Achterbahn und Beerdigung, ist Zahn-OP und Rückenmassage, ist letztendlich Schmerz, Fluch und Segen zugleich.“
(Fred)

„Mittlerweile fühle ich mich provoziert und verarscht!“
(Ulrike über das Promoschinski-Video)

„Wunderschön!“
(Sanne)

„Bei den Schinskis wird an Qualität nicht gespart. Und obendrauf bekommt man noch gute Laune. Und das alles umsonst …“
(Jürgen)

„Starke Worte!“
(Matthias)

„Ich finde es einfach nur blöd!“
(Ursula)

„Definitiv der Butter LINDNER unter den Blogs!“
(Marco)

„O espanto surge na magia do detalhe que me abraça pelo poder da imagem e me leva num sonho, não planeado, pela força da palavra. ADORO. Trabalho excelente que me faz querer ver, ver, ver mais e mais, e me deixa curiosa: que virá a seguir?!“
(Laura)

„Schön, die vielen verschiedenen Stimmen zu hören. Was ich von den Texten halten soll, weiß ich nicht. Aber schlecht sind sie nicht.“
(Anke)

„Poetry Slam meets Modern Art. Erfrischende Abwechslung im Einheitsbrei sonstiger Blogs.
Chapeau messieurs!“
(Jens)

„Das ist großartige Poesie! Bitte 1.000.000 Aufrufe !!!!!“
(Susanne)

„Die Gedichte und Fotos können einen süchtig machen!“
(Elke)

“Also, der Matuschinski, das ist nicht so meins … zu schnodderig und oft so gewollt intellektuell … nee, nee!“
(Barbara)

„Großartig!“
(Arne)

„VERY COOL!“
(Paul)

„Correspondances! Jam session projetée sur l’écran, ping-pong improvisé entre l’oeil et le verbe … Matuschinski, tu dévores la vie à pleines dents!“
(Céline)

„Tolles Projekt!“
(Lutz)

„Gefällt mir gut!“
(Stefan)

„Ah— beautiful and cruel language! [ … ] what i totally like is your HYPERPERSONAL approach to the things, to photography, art if you will. [ …] In this era, pictures only mean nothing. They are with too much. Hurdles of them. They blind us. Stories, I want them. You give them.“
(Reyer)

„Ich find’s eigentlich ganz cool …“
(Anne)

„Außergewöhnliches Strickmuster [ … ] ein Feuerwerk von messerscharfen Fotos [ … ] mit prallem Humor eingerahmt in ebenso poetische Texte [ … ] weckt die Neugierde [ … ] Gelungenes Kunstprojekt. [ … ] Da haben sich 2 gefunden. Was bestimmt auch Verleger und Liebhaber findet. Weiterstricken!“
(Ulrike)

„Ich habe ein neues Lieblingsbild [ … ] das gefällt mir richtig gut. Aber der Rest kann sich auch sehen lassen. Sind immer schöne kleine Ausflüge, ob unterwegs, beim Frühstück oder Abends mit den Liebsten auf dem Sofa. Auch in der Bahn macht Ihre Seite eine gute Figur, am Strand … gar keine Frage.“
(Marcus)

 

Hinweis:

Alle obenstehenden Leserstimmen sind echt und haben uns auf verschiedenen Wegen genauso erreicht.

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Wir lesen jeden Kommentar und behalten uns Veröffentlichungen sowie Kürzungen vor.

Besonders euphorische oder vernichtende Kommentare werden bevorzugt behandelt.

 

 

 

/wandkalender 2020

© MatuSchinski

 

Liebe Freund*innen und Fan*s unseres kleinen MATU/SCHINSKI,
der auf dem besten Weg ist, richtig gross zu werden.

Er hat seit seiner Geburt vor einem Jahr sein Gewicht verfünffacht & wiegt jetzt über ein Pfund.
Er hat 55 Seiten und hängt als Kalender vielleicht schon bald auch an Eurer Wand ab und bereichert Euer 2020.

Liebevoll gestaltet wurde er wie schon im letzten Jahr von unserer Freundin Matuschinskinha,
vor der wir uns an dieser Stelle mit artigstem Knicks dankbar verbeugen.

Der #matuschinski-Wandkalender 2020.
55 Seiten, 21/21 cm, 500g, Ringbindung.
15,- EUR zuzügl. Shipping (DEU/EU 3,00 EUR)

Ihr könnt Ihn ab sofort unter matuschinskipost@gmail.com bestellen.(Versand innerhalb von 2 Tagen nach Zahlungseingang).

Matu & Schinski

 

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Da sitzt Du nun am Fenster
und strickst an dem Netz Deiner Gefühle,
nähst an dem Gespinst Deiner Furcht.
Wie furchtbar, wie fruchtbar, verwundbar.
Stichst mit der Nadel einer Erkenntnis Löcher in die Luft,
während spinnenartig ein bekennender Bekannter an Dir hochklettert.
Die Luft entweicht nach oben.
Tau tropft, namenlos hängen die Namenlosen
wie verblichene Bilder in den Galerien Deines Bewusstseins
und der morgendliche Nebel wäscht Dir Dein Gesicht.
Deine Angst schleicht wie eine Horde herrenloser Hunde umher,
Tränen tropfen als geschmolzenes Eis aus den gefrorenen Augen
und leicht, ganz leicht
verlierst Du den Boden unter den Füssen.