0215

Du bist die perfekte Mischung aus dem Nebel des Grauens
und dem Einmaleins einer hedonistischen Grausamkeit,
aus Tradition und dem Missverständnis eines demokratischen Wandels.
Hin zur Perforation der inneren Ruhe reitest Du die trojanischen Pferde
durch die Vielschichtigkeit einer außerordentlichen Wahrnehmung.
Verschwommen beobachtet Dich der Türspion
und am Eingang wartet Dein Spiegelbild in Türsteher-Optik auf seine Gäste.
Das Testbild stellt Dir den Haftbefehl aus,
den du schon seit Wochen erwartest
und wer A sagt, meint eigentlich B.
Ein guter Rat ist oft nicht teurer als ein schlechter,
bleibe lieber unsichtbar und bezahle beizeiten Deine Mahnungen. 
Bestrebe stets die Natur der Dinge,
schneide sorgfältig eine Grimasse oder zwei,
knuddel mit Deinen Gefühlen,
schaue im Ärmel nach den Assen
und halte Dich in naher Zukunft fern der Heimat.
Denn erst wenn man vermisst, wird man nicht vergessen.

/mediaservice

Matu & Schinski werben seit ihrer Geburt im September 2018 nicht besonders aktiv für sich.

Sie zwitschern ein bisschen (@schinskimatu)
aber ihre Reichweite endet wahrscheinlich – abstandsregelkonform – am Zaun ihrer Schrebergärten.
Die beiden wischen ihre Smartphones lieber in den Flugmodus,
gehen Klavier üben,
spalten Holz und Haare,
hören Andy Partridge
oder geniessen die himmlische Ruhe bei ausgedehnten Spaziergängen in den Funklöchern dieser Welt.

Deshalb ist – nüchtern betrachtet – die Wahrscheinlichkeit, unbekannt und
unerkannt zu bleiben, recht hoch.

Für den Fall, daß die Damen und Herren aus den Feuilletons und Verlagen trotzdem über unsere Rohdiamanten stolpern sollten (Ja! Entdecken Sie uns! Das sichert Ihnen dickes Lob Ihres Ressortleiters und uns eine Runde Ruhm am Revers … !), haben wir hier vorsorglich ein kleines Textbaustein-Archiv für Sie eingerichtet, aus dem Sie sich großzügig bedienen dürfen:

„Feinfühlige Poesie auf zwei Kanälen …“

(Vorarlberger Nachrichten)

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„Poetisches Auge trifft auf sprachliche Urgewalten …“

(FAZ)

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„Matus Worte schlagen mächtige Funken auf den Bildern von Schinski. Wir warten mit grosser Spannung auf das angekündigte Buch!“

(Berliner Zeitung)

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„Jonathan Safran Foer trinkt Mezcal mit Martin Parr [ … ] und der Horizont verdunkelt sich …“

(ZEIT-Magazin)

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„Netflix war gestern!“

(hubbabubb auf Facebook)

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„#süchtig. #matuschinski sind #salzundpfeffer auf dem #schaummeinertage …“

(sparklehorse69 auf Twitter)

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„Apokalyptische Schenkelklopfer“

(NZZ)

Hinweis:

Alle obenstehenden Rezensionen sind kompetent erstunken und erlogen, können aber durchaus Spuren von Wahrheit enthalten.

0214

In Deinem Kopf sieht es aus wie in Deinem Zimmer.
Du hast die Spreu vom Weizen getrennt und Dich anschliessend aus dem Staub gemacht.
Wie eine gestrandete Ordnung füllt sich in zweifelhafter Manier das Vakuum,
die Luft strömt durch die vertrauten Gitter und siebt was sie kann.
Deine Liebe wird nur selten erhört,
nebenan raunen sich die Rauten ins Gespräch bis die Köpfe rauchen.
Bitte begnadige Deine dunkelste Seite
und beim Wetteifern um den ersten Platz bist Du immer gerne dabei.
Reserviere Deine Einstellung
und lege eine Hand auf Dein Versprechen,
sofern Du es einhalten kannst.
Beträume mich noch ein wenig,
bevor es keine Träume mehr geben wird
und weine das Wasser hinter Deinen Augen.
Ihr findet mich später auf dem Sonnendeck.

Alle Texte © Matu
Alle Bilder & Videos © Schinski

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oder wenn Sie mit uns einen Corona-Spaziergang machen möchten

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0213

Das kann man so sehen oder so.
Obwohl die Statistik etwas anderes sagt,
beschlägt hier das Eisen am Fuss,
bis die Vorboten an uns vorbei reiten.
Verboten bleibt verboten.
Ein Handschlag besiegelt irgendetwas,
am Wegesrand lagern die Diebe,
und leise rieselt der Schnee.
Ist es nun Wille oder geschehen Dinge sowieso.
Wer fragt bleibt dumm, bis die Antwort weitere Fragen gebährt.
Im Schweinsgalopp quittiert der Reiter seinen Dienst.
Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps.
Die Sukkulenten werfen sich in ein weitgehend akzentfreies Handeln
und machen dabei durchaus eine angenehme Figur.
Ein Sattel macht noch keinen Jockey
und am Ende des Tages bin ich schon wieder ein kleines bisschen schlauer.

0212

Mein Name ist Hase.
Und am liebsten schaue ich über den See
und rudere mir die Ohren vom Leib.
Panama ist gleich um die Ecke.
Mir fällt es wie Schuppen aus dem Spiegel
und leicht, ganz so leicht ist es dann doch nicht.
Aber ein Versprechen nehme ich mir selbst noch ab.
Ist der Winter vorbei, höre ich sofort auf zu frieren,
binde mir zwei verspiegelte Karpfen an die Beine
und gleite mit ihnen über das Wasser.
Nebenbei fischt ein frisch frisierter Fritz frittierte Fische
aus einem freundlich nahegelegenen Fischereigewässer
und freut sich diebisch über den Fang erfrischend frecher Fische.

0211

Ich bin hier voll auf Sendung,
während Du dort mit Deiner kosmopolitischen Einstellung ziemlich viel Staub aufwirbelst.
Die anderen springen derweil im Dreieck,
denn wenn sich etwas aufgestaut hat,
pfeifen irgendwann die Ventile.
Es reiht sich Kleid an Kleid,
und glücklich der, der eine eiserne Rüstung tragen darf,
bis die Funken fliegen.
Hier wohnt man noch Tür an Tür und weiss es für den anderen immer besser.
Auf der Straße wurde ein Fuchs gesehen.
In der Nachbarschaft spricht es sich leichter mit Gerüchten
und gegenüber hat gerade jemand ein Bier bestellt.
Die Bäume haben ihr Laub versteckt
und sehen aus, als wären sie vor uns gestorben.
Der Nebel klemmt sich zusammen mit dem wenigen Raum zwischen die Häuser,
nach oben ist immer noch Luft.
Endlos qualifiziert spricht man um den heissen Brei herum
und spaziert herein ins triste Einerlei.
Das steinige Meer spült uns an den Abenden an das traurige Ufer eines endlosen Tages
und während ich durch die Gassen eile wie ein zahnloser Gollum,
hallt es hinter mir wie ein Schabernack.

/wandkalender 2021 @buchbox

Rest-Exemplare bei der @buchbox am Helmholtzplatz in Berlin-Prenzlauer Berg erhältlich!

Der #matuschinski-Wandkalender 2021.

Fotos von Dirk Hasskarl mit Texten von Marcus Maas.

55 Seiten, 21/21 cm, 500g, Ringbindung.

15,-

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0210

Unter diesen Umständen mache ich von meinem Widerspruchsrecht Gebrauch
und trete von sämtlichen Aussagen, auch den unausgesprochenen, zurück.
Ich werde ohne meinen Anwalt keine weiteren Auskünfte erteilen.
Anschließend würde ich liebend gerne ins Zeugenschutzprogramm einsteigen.
Im engmaschigen und weiteren Verlauf möchte ich noch auf meine Engstirnigkeit hinweisen
und begrüsse die Gnade der späten Geburt.

0209

Alles verändert sich, wenn Du es veränderst.
Wenn ich über mich nachdenke, wäre es an der Zeit für etwas anderes.
Einen Neuanfang vielleicht.
So im spielerischen Sinne.
Na klar, das ist jetzt wieder so ganz stereotypisch.
Das sagen die einen. Und die anderen sagen das auch.
Aber im Ernst, der Gedanke geistert mir schon länger durch meinen schönen Kopf.
Die Sachen gepackt und weg. Landflucht. Ab in die Stadt. Was Eigenes aufbauen.
Vom Tellerwäscher zum Busfahrer, den Millionär hänge ich noch hinterher.
Vom Schweinepriester zum Pfarrer, anschließend zur Rampensau.
Alles möglich, man muss nur wollen.
Das sagten schon die Väter.
Die haben immer das Sagen.
Gehabt. Euch wohl.
Und fürchtet Euch nicht.