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Unser.
Vater unser.
Der Du bist wie Du. Wie wir.
Komme was wolle, in Deinem Reich geschieht es.
Der Du bist die Gleichung, die Veränderung.
Auf der Erde. Und darunter.
Der Du bist die Waage im Dickicht meines Zorns,
der Sehende in der Blindheit meiner Wut.
Täglich isst du ein Brot.
Vergib mir – aber ich hätte auch gerne eins.
Du bist die Anklage und die Gerechtigkeit,
das Tal und der beschwerliche Aufstieg.
Schuldig. Schuldig sind wir doch alle.
Auch die Unschuldigen.
Du bist der Niedergang und die Auferstehung.
Die Liebe und die Enttäuschung.
Die Erlösung.
Ein schlechter Mensch bekommt von Deiner Herrlichkeit so gut wie nichts ab.
Meistens.
Du bist das Gleichgewicht und das Feuer.
Kannst Du nicht ein Himmelreich sein.
Mit Dir würde ich Pferde stehlen.

 

Audiorike

 

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