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Bloss weil Du den Wind mit Händen fängst,
liegt es in der Frisur der Dinge, dass eine Schuppe der anderen gleicht.
So wird aus einem Kind der Sehnsucht nun ein Mann des Zorns.
Dass aus dem Feuer Deiner Jugend ein spätburgundiger Abend im Ascheregen wird, ist Dir nicht erst seit gestern klar.
Die Springseile von früher dienen nur noch dazu, Deine immer gleichen Gedanken zu vertäuen.
Du versprichst den Anderen mit weinrot geränderten Augen das Blaue ins Meer und vergisst Dich dabei,
während um uns herum alle Gräten brechen.
Wärst du der Fisch, so würdest Du versuchen, alle Wunden zu nähen – und leise, ganz leise zerkaut Dich dabei die Zeit.
Als ich zum letzten Mal Luft hole, sehe ich, wie Dich die Sonne zerteilt.
Danach greife ich in ein Netz aus Lügen und ergebe mich dem Appetit einer zügellosen Gier.

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