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© MatuSchinski

 

Jetzt. Jetzt gleich schaue ich nach Dir.
Halte die Luft an im Kreis
und atme Dir nach. Dich ein.
Schaue noch ein wenig in die Ferne.
Fülle meine Lungen in der Tiefe,
sehe Dich dort hinten zwischen den schlafenden Bäumen,
die verräterisch ihre Köpfe zusammen stecken.
Umzingelt haben sich alle Erinnerungen,
in der Mitte verwässert sich das Wasser.
Du faltest die Hände und rätst mir zu schweigen,
trägst noch unseren Ring und ich an der Ewigkeit.
Endlich sein bedeutet, unendlich zu denken.
Versprechungen einhalten ist selten menschlich,
geschweige denn möglich.
Die Zeit reist ihren Wunden nach
und Heilung verspricht nur der Heiland.
Nehme ihn beim Wort und folge seinem Windschatten,
so wie ich unseren suche.
Der Tag gewährt mir Unterschlupf,
die Nacht überholt mich ständig.
Setz Dich doch zu mir.
Dann kann ich schlafen.
Du fehlst mir.

 

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