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© MatuSchinski

 

Rette sich.
Rette sich wer kann,
bald könnte das Meer an uns ertrinken.
Wir zerfallen dabei wie Staub.
Wie Sternenstaub und nähren dabei die Augen der Anderen.
Blenden uns in ihr Gedächtnis.
Erst unbeschwert. Dann voller Vorwürfe.
Ausgeblendet. Ausgezeichnet.
Blind von all dem tanzenden Licht beruhigen uns die Ausreden,
blasen die Wirklichkeit auf, bis die Bilder platzen. In uns.
Halte Dich gut fest, ein Sturm zieht auf.
Die Sorge ist ein Nichtschwimmer und ertrinkt in unserem Vergessen.
Bewusstlos im Nichtschwimmerbecken.
Im Vorgarten der Reihenhaussiedlung.
Gerne machen wir Urlaub von den Geschehnissen.
Alles, was nicht vor unserer Haustür parkt, ist nicht zu begreifen.
Ich glaube ab jetzt nur noch das, was stimmt.
Zu weit entfernt von unseren Kaffeemaschinen, der morgendlichen Dusche.
Unseren Bausparverträgen und Lebensversicherungen.
Wer Angst hat vor dem Leben, versichert seins.
Und kann sicher sein, denn sicher ist sicher.
In Zeiten großer Unsicherheit.
Finde mich, ich bin die Nadel im Wasser und ich kann nicht schwimmen.
Bitte rette mich.

 

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