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Am Anfang stand das Chaos.
Hat die Ordnung Hausarrest.
Bestimmt zerbricht gerade ein Herz aus Styropor
und bei dem Anblick treten die Meere über die Ufer.
Atme tief und atme ein,
die Versuchung lässt mich über Bord gehen.
Auf dem Wühltisch der Grausamkeiten verstecke ich gerne meine Klauen.
Tragetütenweise trage ich die Tüten auf eine Art und Weise,
dass es eine Art hat.
Der Weise hat dem gegenüber einen Nachteil,
der nichts weiss von alledem.
Das ist vorteilhaft.
Dem die Sorge ein Fremder ist
und Zuversicht ein Rätsel in der Tageszeitung.
Der keine Angst hat vor den schlechten Nachrichten,
beim Rasieren Kaugummi kaut
und die Pizza im Karton verschlingt.
Dem der Einwegbecher aus den Händen wächst
und die Zigarette versehentlich aber sehr vorsichtig
aus dem Seitenfenster fällt.
Dem alles zu viel wird, wenn es mal wieder darum geht,
sich richtig zu trennen. Los zu lassen.
Orte zu suchen, an denen man willkommen ist.
Auch mit Dreck unter den Nägeln.
Auch mit Schmutz unter den Lidern,
die Sonnenmilch läuft gerade ab.
Wieder und wieder an der sauren Milch betrunken
und keine Macht für Niemand.
Macht den kaputt, der alles kaputt macht.
Am Ende steht das Chaos.
Wir lieben verkaufsoffene Sonntage.

 

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