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Als ich mich aufmachte, meine Erinnerungen zu besuchen,
verbrannten sich auf dem Weg dorthin alle Vorbilder.
Ich streute mir ihre Asche auf mein Haupt
und fing die entlaufene Angst wieder ein.
Zahnlos nagte sie in mir
und ich bat sie nun,
mich nicht mehr zu ängstigen.
Ich log sie an und streichelte die verkohlten Schatten,
ihre Augen glühten laut.
Langsam schlief die Umgebung ein
und bevor der Hahn die Henne weckt,
waren meine Ideale verschwunden.
Der Weg lief weiter am Geschehen vorbei
und ich wusch meine Hände mit ihrer Asche rein.
Wer hat gesehen, wie ihnen geschah
und welch Gnade erfährt die späte Geburt.
Im Sommer brennen die Wälder.
Sachdienliche Hinweise bitte an die nächste Polizeidienststelle
oder an das Matuschinski Hauptquartier.

 

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