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Schwarz wie eine Katze schleicht ein mulmiges Gefühl umher.
Giesse Schatten in die Figur, die Jahresringe erzählen von der Zeit.
Ist dann das Auge auf Augenhöhe mit dem Gefühl dafür und dagegen,
nähe ich einfach eine Gestalt auf die Ebene,
gebe der Strömung die Möglichkeit, Besitz zu ergreifen. Von mir.
Erlebe mich immer wieder neu,
im Spiegel betrachtet mich mein Spiegelbild.
Während ich sorglos auf dem Eis spaziere
und dem Däumling an seinem Daumen drehe,
warten unter mir die Krokodile darauf,
dass die Sonne mit ihrer warmen Zunge das Eis schmelzen lässt.
Schnell wie eine salzige Lakritzraute ist es dann eine geschmackvolle Begegnung, vorbei an den guten Dingen löst es in mir schöne Erinnerungen aus.
Ausgezeichnet färbt der süße Eindruck einen Zahn
und spätestens wenn ich lache,
ziehen die Falten in meinem Gesicht weiter
und belustigen einige Schaulustige.
Selten geht man dort vor Anker,
an Stellen wo das Wasser tiefer ist als der stille See.
Denn während ich noch voller Anteilnahme schweigend ins Gebet vertieft bin,
mich auf Knien hin und her wiege,
spüre ich einen kehligen Drachen in mir aufsteigen.
Das geschnittene Haar fällt mir auf die Schulter und wärmt den geleisteten Schwur.

 

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