0193

Momentan verstehe ich nur Bahnhof.
Aus Mangel an Beweisen lasse ich die Beweislage unter Verschluss,
während ich mich verstohlen um jede Ecke stehle
und nur das glaube, was ich sehe.
Mein Superlativ wird zu Deinem Regulativ,
relativ einfach könnte ich mich aus diesem oder jenem Fenster lehnen,
zuschauen, ohne wirklich dabei zu sein.
Doch die Fenster lecken stumm ihre Wunden,
verraten keiner Silbe Klang,
verschliessen die Lider,
sperren das Äussere aus
und kochen in der Mittagshitze die Geschichten zu Brei.
Der Raum um mich herum wird zu einem Raum in mir,
unter ferner liefen laufen die Tränen
und alle Möbelstücke nehmen Reissaus.
Nur in der Mitte ist der Kopf in der Waage,
ich fühle von der Hüfte aufwärts den Punkt
und drücke mich in meinem Schatten am besten aus.
Meine Füsse sind schwarz wie Zement,
der letzte Schritt ist wahrscheinlich Jahre her.
Staubgetragen schwirren die letzten Erinnerungen an mir vorbei,
wie Mondschnee liegt das Leben auf mir,
ein leeres Zimmer verschlingt mich im nächsten Moment.
Ich habe der Finger zehn und verstecke mich wie die Faust
am liebsten in den Taschen anderer Leute Jacken,
trage bewusst des Bügels Falte und lasse das Knie am besten gerade.
Schön wenn es Menschen gibt, die mich verstehen.

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