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Ich habe einen Traum.
Der versteckt sich am helllichten Tag in einer kiefernadelspitzigen Lichtung.
Ich habe einen Traum.
Der hat sich in einen nebligen Schlaf verliebt.
Ich habe einen Traum.
Der hat viele Gesichter, die hängen wie Früchte an einem Baum.
Ich habe einen Traum.
Der wirft mich hoch in die Luft, gräbt mich ins Erdreich ein.
Ich habe einen Traum.
Der ist zu schön, um ihn nur zu träumen. 
Ich habe einen Traum.
Der ist wie ein Freund all dieser schönen Stunden.
Ich habe einen Traum.
Der fault in meinen Gedärmen, beisst mir ins Gesicht.
Ich habe eine Traum.
Der betrinkt sich an mir. 
Ich habe einen Traum.
Der verbrennt sich am Tage seiner Auferstehung.
Ich habe einen Traum.
Der erzählt mir seine Geschichte.
Alle sind gleich und im Wald, da stehen die Bäume.
Dahinter verstecken sich die Menschen.
Und ohne Rücksicht ist der Verlust.
Ich träumte. 
Danach überrascht mich eine nie dagewesene Leere
und während der Atem nach Luft ringt,
bleiben die Bilder hängen wie Pistolenschüsse an einem stillen, taubstummen Sommertag.

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