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Nachdem ich verschwenderisch den Abend verschüttete,
trieb mein Körper in einem Meer aus grüner Endlichkeit in eine wahrscheinliche Erkenntnis.
Als Assistent in einer abstinenten Abhängigkeit hoben sich die Gläser
und verschwörerisch steckten wir die Köpfe ineinander.
Theoretisch veralgen langsam die Sinne, denn wo gehobelt wird, da wird auch geweint.
Wenn dann die Gesichter der anderen im Absinth-Nebel verschwinden,
fische ich mir noch im weggehen die besten Momente aus der Stimmung,
entkomme dem Schwindel nicht und lüge mich durch ein Geflecht aus Wahrheit und Pflicht.
Beim Blick über die Schulter empfinde ich eine Zärtlichkeit,
die mich immer dann begleitet, wenn ein Abschied droht.
Verletzt wirkt ein letzter Gruss und die Hand wischt schnell ein Auge trocken,
als wäre es eine Träne der Freude.

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